Schön, dass Sie da sind. Mein Name ist Geltrudis Fürst. Alle nennen mich Trudi, ich bin 59 Jahre alt und lebe seit über 40 Jahren in der Schweiz. Den Schweizerdeutschen Dialekt verstehe ich also bestens — keine Sorge, wenn Sie lieber Mundart sprechen.
Ich habe die Ausbildung zur Pflegehelferin SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) absolviert und seither viele Jahre Erfahrung in der Begleitung älterer Menschen gesammelt. Wichtig zu wissen: Ich übernehme bewusst keine pflegerischen Aufgaben — dafür ist die Spitex zuständig. Was die Pflegehelferin-Ausbildung mir aber gegeben hat, ist ein geschulter, respektvoller Umgang mit älteren Menschen und ein gutes Gespür dafür, wann jemand etwas braucht.
Was ich anbiete, ist etwas anderes — und gleichzeitig ganz Einfaches: meine Zeit, meine Geduld und mein offenes Herz. Ich komme zu Ihnen, ich höre zu, ich gehe mit Ihnen spazieren. Mehr braucht es manchmal gar nicht.
Ich bin in jungen Jahren in die Schweiz gekommen und habe hier mein Leben aufgebaut. In der Zwischenzeit habe ich drei erwachsene, berufstätige Kinder. In über vier Jahrzehnten habe ich viele Menschen kennengelernt — und immer wieder erlebt, wie sehr wir Menschen einander brauchen, gerade im Alter.
Schon immer war ich jene, zu der die Leute gekommen sind, wenn sie reden wollten. Freundinnen, Nachbarn, Arbeitskolleginnen, sogar Fremde im Tram. Irgendetwas an mir lässt die Menschen sich öffnen. Das ist keine Technik, die ich gelernt habe — es ist einfach mein Wesen. Aus diesem Wesen ist mit der Zeit ein bewusster Weg geworden: Ich habe die Pflegehelferin-Ausbildung beim SRK absolviert und mich auf die Begleitung älterer Menschen spezialisiert.
Und ich habe gesehen, wie sehr die Einsamkeit zugenommen hat. Gerade bei älteren Menschen im Raum Zürich. Die Kinder sind beruflich eingespannt, wohnen oft weit weg — manchmal sogar im Ausland. Der Lebenspartner ist vielleicht verstorben. Freundschaften werden weniger, weil auch die alten Bekannten nicht mehr mobil sind. Und plötzlich werden die Tage sehr lang.
Spitex, Pro Senectute, der Hausarzt — all das gibt es, und das ist auch gut so. Aber was oft fehlt, ist etwas ganz Einfaches: ein Mensch, der sich Zeit nimmt. Der einfach da ist. Der nicht in zehn Minuten weiter muss.
Das ist meine Rolle. Und ich mache sie mit ganzem Herzen.
🌷 Würde. Jeder Mensch verdient es, mit Respekt behandelt zu werden — egal wie alt, egal in welcher Lebenssituation. Ich begegne Ihnen auf Augenhöhe, mit Wertschätzung und ohne Herablassung.
👂 Zuhören statt reden. Ich bin nicht gekommen, um Ihnen Ratschläge zu erteilen oder Ihre Probleme zu lösen. Ich bin da, um zuzuhören. Manchmal ist das das Wertvollste, was ein Mensch einem anderen schenken kann.
⏰ Zeit statt Eile. Ich habe meine Termine so eingeteilt, dass ich nie in Eile bin. Wenn ich bei Ihnen bin, dann bin ich wirklich da. Nicht mit dem halben Kopf schon beim nächsten Termin.
🤐 Verschwiegenheit. Was Sie mir erzählen, bleibt bei mir. Ich spreche mit niemandem darüber — nicht mit anderen Klientinnen, nicht mit Freundinnen, nicht mit Ihrer Familie, wenn Sie das nicht möchten.
🙏 Ehrlichkeit. Ich tue nicht so, als wäre ich, was ich nicht bin. Ich bin keine Therapeutin. Ich bin keine Pflegefachfrau. Ich bin eine Begleiterin, eine Zuhörerin, eine Gesellschafterin. Das ist es, was ich kann — und das ist es, was ich anbiete.
Videocalls, Telefonzellen, Chat-Apps — das alles gibt es heute. Und es hat seinen Wert. Aber für das, was ich mache, braucht es das persönliche Dasein.
Einen Menschen wirklich zu spüren, gelingt nur, wenn man im selben Raum ist. Wenn man gemeinsam eine Tasse Kaffee trinkt. Wenn man nebeneinander am See steht und die Vögel hört. Wenn man auf einer Bank sitzt und das Schweigen teilt.
Das ist es, was ich anbiete. Echte, physische Gegenwart. Zu Ihnen nach Hause, oder wir treffen uns irgendwo — in einem Café, im Park, auf dem Friedhof am Grab Ihres Mannes, in der Kirche am Sonntag. Wo immer Sie mich gerne hätten.
Weil ich nur persönlich arbeite und weil die Wege zählen, bin ich auf den Grossraum Zürich beschränkt. Ich komme nach Zürich Stadt, ans Seeufer, in die umliegenden Gemeinden wie Kilchberg, Thalwil, Küsnacht, Zollikon, Dietikon, Schlieren, Wallisellen und Umgebung. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Ort dazu gehört — fragen Sie einfach.